Begeisterter Zeitzeuge Kings im Publikum

Da staunte unser Chormusical-Texter Andreas Malessa nicht schlecht: Ein begeisterter Zuschauer stellt sich nicht nur als Zeitzeuge unserer Hauptfigur vor – er war Kings Pressesprecher, Fotograf und Radioreporter und bei vielen Demonstrationen an Kings Seite. Andreas Malessa ist mit ihm ins Gespräch gekommen und hat uns davon berichtet:

 

Münsterlandhalle, 1. Februar 2020. Im Gewühl der rund 3.000 hinausströmenden Besucher kommt ein, nun ja, steinaltes Ehepaar auf mich zu. Anneliese und Harcourt Klinefelter aus den Niederlanden. Hallo. „Call me Harky“ grinst der Mann, holt eine Mappe mit Fotos heraus und sagt: „Ich war M.L.Kings Fotograf und Radioreporter. War in Selma dabei und bei vielen Demonstrationen, von denen Euer bewegendes Musical erzählt. Hab´ seine Reden aufgenommen und gesendet. Etliche historische Fotos in Euerm Programmheft sind von mir. Nach dem Attentat vom 4. April 1968 hab´ ich die Pressearbeit der Bürgerrechts-bewegung geleitet.“

Mir fällt die Kinnlade runter. Wir setzen uns.

Anneliese, schlohweißer langer Pferdeschwanz, spürt, dass ich noch einen Rest Zweifel hege. Es gibt schließlich Angeber, Spinner, Verwirrte. Sie zeigt mir einen Dankes-Brief, datiert vom 6. Dezember 1966, unterschrieben von Martin Luther King. „Wegen mir ging Harky nach Holland, hihi, wir sind seit 1972 verheiratet“. Noch ein Foto: Joan Baez singt in einem abgerockten Gemeindehaus, M.L.King hört zu, und neben ihm sitzt – Harky! Mit Kopfhörer.

„Tragbare Kassettenrekorder, mit einem Telefon verbunden. So hat man damals aktuelle Reportagen gesendet“. Wieder grinst dieser beeindruckende Mann.

„Hat Ihnen unser Musical denn…äh, ich meine, eine Show kann nicht Eins zu Eins die historischen Fakten wiedergeben…“ frage ich besorgt.

„Wunderbar! Völlig OK. Kings Botschaft und sein Glaube sind perfekt auf den Punkt gebracht. Wir sind sehr begeistert!“

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